GUILD WARS 2

Entwickler: ArenaNet

Publisher: NCSOFT

Modell: Kostenlos , Buy-to-Play
Engine: Unreal Engine 3

PvP: Duelle, Arenen, Schlachtfelder, Welt gegen Welt

PvE: Monsterjagd Quests, Dungeons, Schlachtzüge, Weltbosse

Status: Released


Guild Wars 2 spielen






Guild Wars 2 ist ein MMORPG für Windows und Mac OS. Es wurde, ebenso wie der Vorgänger Guild Wars, von ArenaNet entwickelt und vom Publisher NCsoft am 28. August 2012 erstmals veröffentlicht.


ArenaNet hat bei dem Konzept hinter Guild Wars 2 die Vision, mit den im Spielsegment bestehenden Konventionen zu brechen und sie zu hinterfragen. Daher wurden, wie schon beim Vorgänger, auch hier keine monatlichen Gebühren veranschlagt. Das Grundspiel ist seit 30. August 2015, mit einigen Beschränkungen, kostenlos. Nach dem Kauf ist das Spiel dann, inklusive aller bis dato erschienenen Erweiterungen und ohne weitere Gebühren, unbegrenzt spielbar. Die Einnahmen werden ausschließlich durch die verkauften Einheiten und den im Spiel integrierten Item-Shop erzeugt.


Das Geschehen in Guild Wars 2 ist 250 Jahre nach dem ersten Teil angelegt. In dieser Zeit hat sich für die Bewohner des fiktiven Kontinents Tyria vieles verändert. Sie alle haben Veränderungen durchgemacht und sehen sich nun mit unterschiedlichen neuen Problemen und Gefahren konfrontiert. Die Schamanen regieren nicht mehr über die Charr, die Asura haben die Oberfläche besiedelt, die Norn wurden aus ihrer Heimat vertrieben, die Menschen haben große Gebiete verloren und die Sylvari erwachten aus den Blüten des Blassen Baumes.


Darüber hinaus wird Tyria noch von sechs urzeitlichen, mysteriösen Alt-Drachen angegriffen. Das zwingt die fünf großen Völker dazu, ihre lang gehegten Differenzen zu vergessen und Allianzen zu schmieden, um gegen die gemeinsame Bedrohung zu bestehen.


SPIELPRINZIP


Karten

Die Landschaften von Tyria sind in viele, unterschiedlich große Karten unterteilt, die durch Portale verbunden sind. Die Mengen an Spielern werden hierbei durch das sogenannte Megaserver-System dynamisch auf mehrere Kopien der gleichen Karten verteilt, falls die maximale Spielerzahl einer Karte erreicht wurde. Bei der Aufteilung werden, soweit möglich, Gruppierungen wie gebildete Teams, Gilden oder sprachliche Grenzen berücksichtigt.


Um das Durchstreifen niederstufiger Gebiete für erfahrenere Charaktere nicht langweilig werden zu lassen, wurde ein weiteres System eingebaut, welches die Stufe und Werte der Spieler auf das Niveau der jeweiligen Gebiete absenkt. Dadurch soll das Spielerlebnis überall spannend gehalten werden.


Aufgaben

In Guild Wars 2 gibt es keinerlei "Quests" im klassischen Sinne. Die Aufgaben, die es bei den verschiedenen NPCs zu erledigen gilt, werden stattdessen einfach eingeblendet, sobald man in ihre Reichweite kommt. Meist gibt es auch mehrere Lösungswege, zwischen denen man wählen oder hin und her wechseln kann, um den Aufgaben-Balken zu füllen. Auf den schwierigsten Karten gibt es sogar gar keine derartigen Aufgaben mehr. Dort ist das gesamte Geschehen nur noch aus dynamischen Events aufgebaut.


Dynamische Events

Damit ist verschiedenes Geschehen gemeint, das ständig in der gesamten Spielwelt abläuft. Es zieht zum Beispiel eine Versorgungs-Karawane quer durch Feindgebiet, und es gilt sie zu beschützen, damit sie nicht niedergestreckt wird. An anderer Stelle wird ein Menschen-Stützpunkt von feindlichen Zentauren angegriffen. Die Spieler können nun bei der Verteidigung helfen. Tun sie es nicht, nehmen die Zentauren den Stützpunkt ein und er muss später wieder zurückerobert werden, um seine Dienstleistungen wie Händler oder Schnellreise-Punkte wieder zur Verfügung zu haben. Die Art der Events ist vielfältig, ihre Schwierigkeit skaliert je nach Teilnehmerzahl und bei Vollendung erhält jeder eine Belohnung, je nachdem wie stark er beteiligt war.


Verliese

Neben der offenen Welt gibt es in Guild Wars 2 noch die Verliese, auch Dungeons genannt. Hierfür wird im Vorfeld mit anderen Spielern eine Fünfer-Gruppe gebildet, die dann gemeinsam in einen der acht Schauplätze aufbricht. Diese schalten sich während des Stufenanstiegs nach und nach frei. Jedes der Verliese besitzt mehrere Modi. Zunächst beginnt man mit dem noch einfach gehaltenen Story-Modus. Darin begegnet man unterschiedlichen NPC-Helden, die man bei ihrem Abenteuer unterstützt. Die erzählte Geschichte setzt sich dabei in den verschiedenen Verliesen der Reihe nach fort. Ist der Story-Modus geschafft, schaltet sich der Erkundungs-Modus frei. Nun mit erhöhter Schwierigkeit, wählt man einen von mindestens drei Pfaden, die den Weg und die Geschehnisse bestimmen, die man erlebt.


Zusätzlich zu den "klassischen" Dungeons gibt es noch ein neuntes, besonderes Verlies: die Fraktale der Nebel. Hier können die Spieler pro Durchlauf eins von mehreren Fraktalen auswählen. Die Fraktale stellen einzelne Bruchstücke geschichtlicher Ereignisse von Tyria dar. Man kann so mehr über die Geschichte des Kontinents erfahren und der Vorrat an möglichen Fraktalen wird gelegentlich ergänzt. Darüber hinaus steigt in diesem Verlies die Schwierigkeit von Besuch zu Besuch immer weiter an, indem man dort zunehmend mit dem Zustand Qual belegt wird. Dieser verursacht immer wieder Schaden und reduziert die Effektivität von Heilung.[10] Man kann die Schwierigkeitsstufen, die man schon erfolgreich absolviert hat, auch wieder auswählen.


Seit HoT gibt es für fortgeschrittene Spieler auch die Möglichkeit in einer 10er Gruppe einem Schlachtzug beizutreten. Insgesamt gibt es derzeit 3 Schlachtzüge, welche sich jeweils in 3 Stufen untergliedern und jeweils ausschließlich durch starke Endbosse repräsentiert werden, die jeweils geschickte Strategien einer gut organisierten Gruppe erfordern.



SPIELERCHARAKTER


Kampfsystem

Keiner Klasse in Guild Wars 2 ist eine spezielle Rolle nach dem verbreiteten Schaden/Heiler/Tank-Prinzip zugeschrieben. Auf eine explizite Heiler-Klasse wurde komplett verzichtet. Es ist allen Ausrichtungen möglich, je nach Geschmack des Spielers, unterschiedliche Rollen einzunehmen. Auch ein Wechsel während des Kampfes steht frei. Die zum Erreichen der Maximalstufe 80 benötigte Erfahrung ist nicht steil ansteigend, sondern erhöht sich von Stufe zu Stufe nur leicht.


Manche Fähigkeiten unterschiedlicher Klassen können miteinander reagieren und so Kombos auslösen, die besondere Effekte haben. Zum Beispiel werden Pfeile, deren Flugbahn durch einen Flammenwall verläuft, zu brennenden Pfeilen. Weiterhin gibt es die Möglichkeit Ausweichrollen auf Kosten von Ausdauer durchzuführen, um mit etwas Geschick der ein oder anderen gegnerischen Attacke zu entgehen. Fallen die eigenen Lebenspunkte doch auf Null ist der Charakter nicht sofort tot, sondern geht erst einmal geschwächt zu Boden in den sogenannten Angeschlagen-Modus. Hier erhält man vier spezielle, der gespielten Klasse entsprechende Fähigkeiten, wie z. B. mit Dreck, Steinen oder Blitzen um sich zu werfen. Schafft man es, in diesem Modus einen Gegner niederzustrecken, so rappelt man sich wieder auf und kann normal weiterkämpfen.


Darüber hinaus ist jeder Charakter, unabhängig der Klasse, fähig, besiegte Mitspieler wiederzubeleben oder Angeschlagenen aufzuhelfen. Das alles lässt den Kampf in Guild Wars 2 sehr dynamisch werden. Es ist hilfreich flexibel zu sein, sich auch zu bewegen und auf den Gegner zu achten, anstatt nur auf den Lebensbalken und die Fertigkeiten-Leiste zu starren.


Völker

Der Spieler hat bei der Erschaffung seines Spielcharakters die Wahl zwischen fünf verschiedenen Völkern. Den Menschen, die ihre Größe aus alten Tagen verloren haben und nun um ihren Platz in der Welt kämpfen. Die Charr sind militärisch organisierte humanoide Katzen, die lange Zeit mit den Menschen im Krieg lagen. Sylvari sind elfenähnliche Pflanzenwesen und eine verhältnismäßig junge Rasse, die aus den Blüten des Blassen Baums hervorging, durch den sie in einem gemeinsamen Traum verbunden sind. Die gnomartigen Asura sind hochintelligente, mystische Wissenschaftler und das technologisch fortgeschrittenste Volk. Die fünfte Rasse sind die Norn. Sie sind riesenhafte, nordische Krieger, deren Lebenssinn darin besteht, zur Legende zu werden.


Klassen

Anschließend ist es möglich, sich für eine von neun Charakterklassen zu entscheiden. Ingenieure arbeiten mit allerhand Gerätschaften wie Granaten, Bomben, Werkzeuggürteln und stationierbaren Waffentürmen. Die in den dunklen Bereichen der Magie bewanderten Nekromanten verfluchen ihre Gegner, rufen untote Diener herbei und entziehen Lebenskraft. Diebe agieren mit List und Tarnung, verbergen sich vor ihrem Ziel und greifen blitzschnell aus dem Schatten an. Elementarmagier kanalisieren Feuer, Wasser, Luft und Erde, um die Naturgewalten gegen ihren Feind zu richten. Krieger bedienen sich einer großen Waffenvielfalt und ihrer Kraft, um auf dem Schlachtfeld zu überzeugen. Waldläufer machen sich ihre Naturkenntnis zu Nutze und ziehen mit verschiedenen Tiergefährten in den Kampf. Mesmer sind Magier, die durch Trug und Illusion mit der Wahrnehmung ihrer Kontrahenten spielen. Die ritterlich anmutenden, tugendhaften Wächter, sind Kämpfer, die sich auch Magie zu Nutze machen. Mit der ersten Erweiterung Heart of Thorns kamen noch die Widergänger hinzu. Sie kanalisieren Magie und Macht vergangener Legenden, um sich deren Fähigkeiten zu Nutze zu machen.


Spieler gegen Spieler (PvP)


Strukturiertes PvP (sPvP)

Alle Spieler werden hier auf Maximalstufe angehoben und erhalten alle Fertigkeiten sowie die Ausrüstung zur Verfügung gestellt. Das soll sicherstellen, dass niemand einen Vorteil aufgrund aufwendig erspielter Ausrüstung hat. Alle Charaktere sollen sich ebenbürtig sein, sodass es primär auf die spielerischen Fähigkeiten des Einzelnen ankommt. Auf einigen der verschiedenen Karten gibt es, zusätzlich zum eigentlichen Kampf gegen die Spieler, noch sekundäre Ziele wie Triböcke, zerstörbare Objekte oder riesige Drachen, welche Teile der Karte bombardieren und so die Umgebung verändern und sogar Spieler töten können.


Ausgangspunkt des sPvP ist eine Lobby, genannt das "Herz der Nebel". Hier können Spieler während der Wartezeit auf ein Match ihre Fertigkeiten an Übungsgegnern verbessern. Diese Gegner sind jeweils spezialisiert für einen Bereich des PvPs, wie zum Beispiel das Ausweichen. Die eigentlichen Matches unterteilen sich in Matches mit und ohne Rangwertung. In beiden Modi treffen zwei 5-Spieler starke Teams aufeinander und müssen kartenabhängige Objekte einnehmen und halten. In Spielen ohne Rangwertung geht es vor allem um das Testen neuer Builds und das Verfeinern von Spielstrategien. In Spielen mit Rangwertung können sich die Spieler innerhalb einer Saison in Ligen platzieren und so extra Belohnungen erhalten. Hier ist der entscheidende Faktor die Fähigkeitsbewertung der Spieler, welche sich nach jedem Match verändert.


Welt gegen Welt (WvW)

In diesem Modus treten drei Welten (Server) auf vier großen Karten gegeneinander an und kämpfen dort eine Woche lang um die Vorherrschaft über verschiedene Ressourcen, Festungen und Lager. Hier ist es wichtig, sich zu organisieren und taktisch klug zu handeln. Die Lage auf den Karten wird in regelmäßigen Abständen abgefragt, am Ende ausgewertet und auf Basis davon werden schließlich neue Gegner zugewiesen. Der Charakter behält seine Ausrüstung und Fertigkeiten aus dem PvE, wird allerdings auf Maximalstufe angehoben. In diesem Bereich erhält man auch Erfahrung und Beute von Gegnern. Es handelt sich also um eine Mischform aus PvP und PvE.